| Wir haben beschlossen, auf die Umfahrung des Chott El Djerid am Ende der Tour zu verzichten und dafür einen Ruhetag mit freiem Ausfahren im Erg einzulegen. Leider muss ich bei der entsprechenden Kontrolle feststellen, dass ich beim letzten Mal den Luftfilter schlecht montiert habe (zu faul um den Rand einzufetten). Eine schöne Spur verrät mir, dass im weiteren Innenleben Sand zu vermuten ist. Während die Anderen sich auf die Suche nach einem Fort machen, dessen Position die Armee nicht verraten will, bauen Stefan und ich also meinen Vergaser aus. Wenn wir im Vergaser Sand finden, dann ist die Tour für mich beendet. Dann müsste ich auch mit Sand im Motor rechnen - und das könnte schlimme Folgen haben. Da auch ich wieder mal Glück haben darf, ist der Vergaser klienisch sauber.
Wir bauen also wieder alles zusammen und beschliessen eine nahe Düne zu bezwingen. Weil die Adventure ja so richtig Saft hat und ich ja so ein richtig toller (übermütiger?) Kerl bin, traue ich mir ohne weiteres zu, den Gipfel auf direktestem Wege bezwingen zu können. Leider übersehe ich einen kleinen Absatz im Aufstieg und springe in einen wunderbaren, weichen Kessel rein. Ich schlage ein wie ein Komet und nach einem letzten Hopser stecken beide Räder bis zu den Achsen im weichen Sand. Gut gemacht! Da es weder vor noch zurück geht, stelle ich mich mal auf den Absatz und winke Stefan, der sich das Ganze von unten kopfschütelnd mitansieht. Mit vereinten Kräften schieben wir nun das gute Stück zurück zur Kante, von wo ich langsam auf den Boden der Realität zurückfahre.
Weil ich heute aber noch nicht genug heldenhaft war, bitte ich Stefan, noch ein paar Bilder von meinen herrlichen Drifts zu schiessen. Naja, das Bild (siehe unten) ist tatsächlich gut geworden. Ich bin nur froh, dass der Stefan nicht eine Zehntelssekunde später abgedrückt hat...
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