Ich liebe Sand!
26.12.2001
Der neue Tag wird als erstes von Uli begrüsst. Zu nachtschlafener Zeit (Stichwort: präsenile Bettflucht) steht der Mann also auf, um den Sonnenaufgang zu fotografieren (zu der Zeit ist es noch sehr kalt in der Wüste). Als ich dann als letzter aus dem Zelt krieche, steht die Sonne schon am Himmel und versucht, die Kälte aus meinen Knochen zu vertreiben.

Nach einem Abstecher auf einen Salzsee, wo man Sandrosen findet, geht's dann so richtig in den Sand. In den folgenden vier Tagen wollen wir den grossen östlichen Erg von Süd nach Nord bis El Borma durchqueren. Fahren im (unverspurten!) Sand fühlt sich für mich irgendwie an wie Skilaufen. Alle Bewegungen fallen automatisch weich und harmonisch aus. Alles rutscht und driftet. Ich liebe Sand!

Wir tollen zuerst mal ein bisschen im flachen Gelände herum, um einen für den LkW geeigneten Einstieg zu finden. Bei den ersten Dünenquerungen wird das ganze dann ein bisschen haariger. Wer zu langsam auf den Kamm zufährt oder gar vor dem Kamm anhällt gräbt sich hoffnungslos ein. Also zügig bis auf die Kante und dort dann stoppen oder gleich wieder runterfahren. Nachdem wir diese Lektion gelernt haben (Siehe z.B. unten das Bild vom Willem), macht das ganze immer mehr Spass.

Die Navigation ist dank GPS auch für einen Anfänger wie mich zu schaffen. Wir bleiben immer beieinander und fahren Punkt für Punkt die einprogrammierte Route ab. Irgendwo (Punkt 172) schlagen wir das Lager auf und geniessen die Lagerfeuerstimmung mitten im Nirgendwo.