| Heute kommt das, was ich bei meiner letzten Tour so richtig gehasst habe: Verspurter Sand. Immer wieder diese kleinen Verwehungen über den Pisten mit den Spuren von Lkws und Motorrädern. Aber siehe da, der Tip vom Jörg ist Gold wert: Einfach Gas geben, so viel wie möglich. Logisch ist es ja schon: Die Kreiselkräfte des durchdrehenden Hinterrades stabilisieren das Moped, aber dass es so gut klappt??? Auf jeden Fall wird es immer besser bis ich mich bei einer leichen Auffahrt in einer tiefen LkW-Spur hinlege. Der Sand ist ja weich, tut nicht weh, aber wie fährt man darin wieder an?
Bei Tiaret füllen wir zum letzten Mal sämtliche Tanks und Kanister. Eigentlich ist dies lediglich eine Erdölpunpstation. Aber mit Josefs guten Kontakten ist es trotzdem kein Problem, hier Sprit zu bekommen.
Vor Borj El Khadra ist die Piste dann wieder so richtig wie für die Adventure gemacht: Bretthart mit üblem Waschbrett. Irgendwie hab ich mich langsam an Piste und Motorrad gewöhnt: Ich geb also ordentlich Gas und fühl mich richtig wohl dabei, selbst bei den immer noch zahlreichen Verwehungen.
Borj El Khadra ist ein kleines Dorf in Tunesiens südlichster Ecke. Hier werden die Leute dafür bezahlt, dass sie hier leben. Die Grenzübergänge nach Lybien und Algerien sind geschlossen und ausser Wüstenreisenden, wie wir es sind, verirren sich wahrscheinlich nur Schmuggler und Soldaten hierhin. Im Cafe "7 Novembre" geniessen wir die letzte kühle Cola und die letzte Dusche für die nächsten Tage. Nach einem reichhaltigen Teller Spaghetti brechen wir auf, um unser Camp in den Dünen aufzuschlagen.
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