| Was für ein Erwachen! Alles, aber auch wirklich alles ist von Sand bedeckt: Der Schlafsack, die Thermarest, die (dummerweise offengelassene) Reisetasche, die Kleider, die Stiefel. Irgendwie scheint das Sandmännchen in Tunesien gerne zu übertreiben. Das kann ja heiter werden!
Wir packen also zusammen, fahren nach Remada, erledigen die Formalitäten (für das südliche Sperrgebiet), und dan gehts richtig los. Die ersten Kilometer Piste sind mir noch ziemlich unheimlich. Mit 60 bis 70 km/h bin ich froh, dass ich wenigstens schneller bin als der LkW. Doch dann wächst mein (absolut gerechtfertigtes) Vertrauen in das Fahrwerk der Adventure. Mit 80 macht das Ganze dann so richtig Spass, ein paar Steine und Bodenwellen geben dem Ganzen dann noch die richtige Würze. Obwohl die andern allesamt ein gutes Stück schneller unterwegs sind, macht mir das so richtig Spass.
Nach dem Mittagessen in Lorzet (noch immer bei Wind, Sand und Staub - immer schön mit Motorradbrille auf) wollen wir noch Bir Zar, einen Kontrollposten an der lybischen Grenze erreichen. Wir sind bald dort, das heisst fast alle: Stefan hat unterwegs - so schön mit 80 - mal eben ausprobieren wollen, was wohl passiert, wenn man schlagartig die Luft aus dem vorderen Schlauch nimmt (oder hat er das etwa gar nicht extra gemacht?). Naja, passiert ist folgendes: Es hat den Stefan so ziemlich übel hingehauen. Bis auf eine Prellung am Knie ist ihm glücklicherweise (Protektoren sei Dank) nichts passiert. Seine Adventure hat natürlich wieder mal ihre Robustheit demonstriert: Bis auf einen abgerissenen Plastic und ein paar Kratzer ist alles heil. Wie gesagt: super Moped, die Adventure.
Im Nachtlager vor Bir Zar sammle ich dann noch ein bisschen Wüstenerfahrung. Fazit: Es kann in der Wüste nicht schaden, das GPS auch aufs Klo mitzunehmen...
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