| Der 22. Dezember ist so ein traumhafter Wintertag: Wo ich auch hinschaue ist alles bedeckt von einer dicken Schneeschicht. Als ob dem nicht genug wäre, fallen weiter dicke Flocken vom Himmel. Ja, ja, weisse Weihnachten kommen bei uns so ungefähr alle hundert Jahre vor, und wenn, dann sicher nur dann, wenn ich über Weihnachten in die Wüste fahre. Auf dem Flughafen dräng ich mich mit Willem, einem anderen Reiseteilnehmer aus Zürich, durch die Menge Verreisender und Heimkehrer, Weihnachtsdepressionsflüchtlinge und Heimwehkranke. Wegen dem Schnee haben so ziemlich alle Flüge massive Verspätung oder werden gar abgesagt. Unser Airbus der Tunisair hebt nach einer knappen Stunde ab, steigt über die dicke Wolkenschicht und beschert uns einen herrlichen Flug über die schweizer Alpen.
Djerba empfängt uns im wunderbaren Abendlicht. Es ist angenehm warm und nach meinen letztjährigen Erfahrungen bin ich sehr erstaunt über die unbürokratischen Zollformalitäten. Wir fahren mit dem Taxi ins Hotel Lotos, wo wir die anderen Reiseteilnehmer treffen: Stefan, ein anderer KTM Adventure-Pilot, Uli mit einer KTM EXC 400 und Rolf, der als Beifahrer im LkW mitfährt. Berti und Josef haben bereits die Motorräder eingeladen und den LkW für die Reise vorbereitet. Während dem Abendessen stossen noch Jörg (eigene, gut gebrauchte Suzuki DR) und Tom (Mietmotorrad) dazu. Wir besprechen bei einigen kühlen Celtias die Tour und erhalten von Josef die letzten Informationen.
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