Passubio
23.07.2004
Da unsere Wasservorräte gerade mal für eine gemeinsame Tasse Tee reichen, sind die KTMs schnell beladen und wir für neue Abenteuer bereit. Gleich in der ersten Kurve haut es mich bei gemächlichem Tempo auf die Schnauze – ein feiner Anfang für einen neuen Tag!
Auf der erst gestern erstandenen Wanderkarte entdeckt Berend einen Weg durch ein vielversprechendes Paralleltal. Die durchwegs geschotterte Strecke führt uns entlang von Hängen und über satte Weiden durch eine atemberaubende Landschaft zum Forte Campomolon – das italienische Gegenfort zu Cherle. Das Fort beeindruckt vor allem durch die komplett in den Fels gesprengen Poternen, die nach dem Krieg leider zur Baumaterialgewinnung abgebrochen wurden.
Wir geben dem Denzel noch eine letzte Chance und brechen auf zum legendären Passubio. Auch an (und auch auf) diesem Berg haben sich Italien und Österreich-Ungarn erbittert bekämpft. Geblieben sind unzählige Gräben und eine kühn in den Fels gesprengte Schotterstrecke. Wir werten die offen stehende Schranke als Fahrerlaubnis und geniessen die unzähligen Schotterkehren, die in den Fels gesprengten Tunnels und die herrliche Aussicht.
Nördlich vom Gardasee kehren wir schliesslich auf einem Campingplatz ein. Die Lage ist nicht sonderlich schön und auch das Essen hat uns nicht umgehauen – dafür sorgt das direkt benachbarte Industrieareal (mit Nachtschicht) für eine ordentliche akustische Untermalung...