| Berend: Die Nacht auf über 2000 m war erwartungsgemäß etwas kühl und daher beeilen wir uns auch angesichts vereinzelter Regenwolken mit unserem Aufbruch. Wir fahren zurück in die Schweiz und gelangen über den Ofenpass nach Sta. Maria, einer kleinen Ortschaft, mit der David viele Erinnerungen aus früheren Skiurlauben verbindet. Ein Abstecher ins Hotel Alpina ist Pflicht, um ein Stück der legendären Münstertaler Nusstorte zu essen. Wieder auf italienischem Boden starten wir zu einem Klassiker jeder Alpenfahrt: Es geht über die berühmt-berüchtigte Stilfser-Joch-Straße mit ihren 48 Kehren allein auf der Ostrampe. Ich gebe zu: Dieser Pass fehlte mir einfach noch als Trophäe. Wir fahren auf der Passhöhe angekommen noch ein Stück die Schotterstraße zum Ortlerhaus hinauf und besichtigen die interessanten ehemaligen Stellungen der Schweizer am Umbrailpass, die von der Sicherung des neutralen Landes gegen die kriegsführenden Parteien des I. WK zeugen. Wir gelangen nach Bormio und suchen nach einer kleinen sportlichen Übung für den Rest des Nachmittags. Fündig werden wir am Cima Bianca, dem Hausberg Bormios, an dessen Hängen ein Ort mit dem einfallsreichen Namen Bormio 2000 liegt. Zu unserem Glück werden auf dem Skiberg gerade neue Liftanlagen bis auf den Gipfel gebaut. Dazu wurden einige Schotterstraßen für den Baustellenverkehr freigegeben. Für uns heißt das: Nichts wie rauf. Über Schotterwege überwinden wir 2000 Höhenmeter bis knapp unters Gipfelhaus. Dunkle Gewitterwolken mahnen uns dort zur raschen Abfahrt, und wir entkommen nur knapp dem Gröbsten. Ein Abstecher führt uns noch zur leider geschlossenen Museumsfestung Venini. Im Halbdunkel und mit fast leerem Tank an meiner Adventure schlagen wir schließlich in Sta. Caterina unser Camp auf. |
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