Der Plan war einfach: Morgens zu einer anständigen Zeit aufbrechen, um am Abend bereits die ersten Meter Schotter unter die Stollen zu bekommen. Die Organisation des dritten Swiss KTM Adventuretreffens hat mich jedoch zu weit in Beschlag genommen, so dass ich nicht die Zeit zum Packen gefunden habe. Berend erweist sich wieder einmal als wahrer Freund: Geduldig hilft er mir, die Hitzeschutzfolie an meinem Hecktank zu ersetzen und das Gepäck zu verzurren. Das Mittagessen nehmen wir dann noch zu Hause ein und brechen gegen 14.30 auf. Ausnahmsweise spielt das Wetter heute mal mit und wir kommen gut voran. Über den Flüela- und den ersten Teil des Ofenpasses gelangen wir zum Tunnel ins Val di Livignio. Enttäuscht müssen wir feststellen, dass alle im Denzel beschriebenen Schotterstrecken ausnahmslos mit einem Fahrverbot belegt wurden. Bei einem besonders vielversprechenden Abzweiger (natürlich mit Verbotsschild) nimmt sich ein freundlicher Mountainbiker die Zeit, uns mit Nachdruck zu erklären, dass wir uns mit unseren Enduros zum Teufel scheren sollen.
Am Pso di Foscagno entdecke ich einen kleinen Abzweiger zu ein paar Alphütten. Die Wiesen neben den Hütten lädt uns ein zum Übernachten und die steile Zufahrt vermag auch den Enduroherzen ein kleines Lächeln zu entlocken.
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