Die Geisterstadt Argentiera
17.08.2002
Durch die ziemlich einsame und beinahe touristenfreie Nurra erreichen wir Argentiera, die einstige Silberstadt Sardiniens. Seit 1963 gibt es in Argentiera allerdings kein Silber mehr abzubauen, weshalb die Stadt nun grösstenteils dem Zerfall überlassen wird. Der Begriff "Wilder Westen Sardiniens" trifft das Ganze dann doch nicht so ganz auf den Punkt, beschrankt sich die "gespenstisch-romantische Kulisse" doch auf ein einziges Gebäude, welches bereits im Reiseführer betrachtet werden kann. Was der Reiseführer allerdings nicht vermitteln kann ist der Hauch von Abenteuer, als wir uns zwischen den Brettern durch ein vernageltes Fenster zwängen, um die alte Förderanlage von Innern zu begutachten.Ein paar morsche Bretter und aufgeschreckte Tauben geben dem Unterfangen noch die nötige Würze. Wir drehen noch eine kleine Runde durch die Abraumhalden, stufen den örtlichen Campingplatz als wenig ansprechend ein und lassen Argentiera im Rückspiegel kleiner werden.

In Marina di Sorso geniessen wir ein Bad im seeigelfreien Pool des Campingplatzes.