La "Sahara Sarde"
14.08.2002
Auf einer der schönsten Küstenstrassen Sardiniens fahren wir nach Portixeddu, um uns auf dem Campingplatz "Ortus de Mari" (ein wahres Paradis, geführt von einem überaus freundlichen und aufgeschlossenen Sarden) einzuquartieren.

Nach der Siesta ist ein Ausflug zur Bergbaugeisterstadt Igurtosu und zur Costa Verde, der "Sahara Sarde" geplant. Ich gebe mir alle Mühe einen möglichst schotterlastigen Umweg zu finden und tatsächlich erwarten uns bei Montevécchio 16km feinste Piste. Gehüllt in zwei Staubwolken durchqueren wir das ehemalige Abbaugebiet Dieses ist durchsetzt mit verlassenen Unterkünften, verschlossenen Stollen und einstürzenden Förderanlagen. Mein Entdeckerherz beginnt sofort höher zu schlagen, bis der kleine Junge in mir beginnt (sehr zu Isabels missfallen), den Kopf in diverse Gebäude zu stecken und zahlreiche Einrichtungen zu erklettern. Von Igurtosu führen dann (teilweise auf der Piste) die Reste eines Geleises bis zur Küste, wo das geförderte Silber, Zink und Blei früher verschifft wurde. Vor dem Hotel "Le Dune" stehen dann noch als letzte Zeugen dieser Zeit einige Loren am Strand.

Die "Sahara Sarde" ist dann eher eine Enttäuschung. Wohl gibt es an der Costa Verde einige Sandhaufen, an die Sahara erinnert mich das aber keineswegs, sind diese "Dünen" doch dicht mit Gestrüpp bewachsen. Meine KTM sehnt sich nach Benzin und ich mich nach Pasta von Barilla (Her Barilla ist übrigens Rallyfahrer und hat auch schon an der Dakar teilgenommen - klar, dass ich das unterstütze und nur noch Barilla-Teigwaren kaufe...).