| Auf dieser Reise wollen wir nicht nur endurofahren, sondern auch einige Tage mit einem Buch am Strand verbringen. Zu diesem Zweck durchforsten wir den Reiseführer nach dem ansprechendsten Campingplatz der Umgebung. Der Führer meint zum Camping "Domus de Janas" in Torre di Bari: "Der stets fröhliche und lebenslustige Besitzer hat mit viel Liebe zur Natur aus seinem kleinen Platz einen artenreichen Garten Eden gemacht." Wir brechen also begeistert auf und stehen eine knappe Stunde vor den geschlossenen Toren dessen, was vor Monaten wirklich mal ein Paradies gewesen sein muss. Schade.
Der Camping "Coccorrocci" bei Marina di Gairo mag zwar weniger schön sein, dafür liegt er in einer einsamen, wunderschönen Bucht, einige Kilometer von der nächsten Überbauung entfernt, zwischen Felsen und wilder Macchia (Und ausserdem gibts hier hervorragende sanitäre Anlagen mit heissen Duschen. Und ich bin nun mal ein ausgesprochener Warmduscher!). Wir kochen uns Pasta und verschlafen den einsetzenden Regen im Zelt - wunderbare Erfindung, diese Siesta. Die körperlichen Anstrengungen beschränken wir auf einen ausgiebigen Spaziergang am Kiesstrand, den wir bei diesem Wetter ganz für uns alleine haben. Abends geniessen wir sardische Wurst und Käse.
|
|