| In Orosei erkundigen wir uns nach einem Motorradmechaniker, um Isabels siffende Adventure fachmännisch abdichten zu lassen. Bei MotoMania schickt man uns zuerst die Maschine waschen, lässt uns dann zwei Stunden warten, schaut sich endlich das Problem an, diagnostiziert einen gerissenen Dichtungsring an der Ölleitung zum Brustrohr (ja, danke, wo das Öl herkommt, haben wir auch herausgefunden), sendet einen Kurier typisch italienisch in kurzer Hose auf einer Ducati Monster in den nächsten Ort, um das Ersatzteil zu besorgen, behebt schliesslich das Problem und verrechnet dafür lächerliche 18€. Keine Stunde später muss ich bereits wieder fluchen, hat die Kiste doch schon wieder Öl verloren als ob wir von Shell gesponsert würden! Glücklicherweise kommt das Öl dieses Mal von der Öleinfüllschraube am Lenkkopf, die der Lehrling anzuziehen vergessen hat.
Wir fahren über die herrliche Passtrasse des Genna Silena nach Bunei und von da zur Chiesa di San Pietro. Diese kleine Wallfahrtskirche, umgeben von kleinen Pilgerhäuschen, bietet einen herrlichen Anblick. Von hier führt ein abenteuerlicher Schotterweg über 15km entlang dem Flussbett zur Cala Sisine am Meer. Ich fahr etwas zurückhaltender voraus und freue mich, wie Isabel ihre KTM sichtlich sicher durch den tiefen Schotter des Flussbetts dirigiert. Nach 13km ist für Motorfahrzeuge leider schluss. Ich erkunde zu Fuss den Weg zum Meer und muss enttäuscht feststellen, dass es zu weit ist, um das ganze Material an den Strand zu tragen - Das wäre der schönste Lagerplatz der ganzen Ferien geworden.
Wir fahren zurück nach Bunei und von da nach S. Maria di Navarrese, wo uns kurz nach Einbruch der Dunkelheit ein sehr unfreundlicher Campingplatzdirektor und eine kalte Dusche erwarten (Camping "Mare Blue").
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