Brauchen Italiener eigentlich Schlaf?
07.08.2002
Gastautorin Isabel: "Um sechs Uhr morgens werden wir unbarmherzig aus dem Schlaf gerissen. Die Frauenstimme aus dem Lautsprecher erklärt uns, dass wir in einer Stunde in Olbia ankommen werden. Nach einer Dusche und einem kurzen Frühstück geht es nach dem Anlegen in den Schiffsbauch zu den Motorrädern. Um 07.00 können wir aus der Fähre fahren und werden von einem heftigen Wind empfangen, der uns das schöne Wetter etwas vermiesen soll.

Als erstes kaufen wir Öl für meine KTM und füllen gleich mal ein paar Deciliter nach. Eine Stunde später checken wir auf dem Campingplatz “Camping Tavolara” oder besser “zum lärmenden Ducatisti” am Porto Sao Paolo ein, um ertmal ausgiebig auszuschlafen. Nachmittags telefonieren wir etliche Male in die Schweiz, bis wir die Telefonnummer meines Mechanikers und schliesslich ihn selbst am Apparat haben. Wir fragen ihn um Rat, doch wirklich weiterhelfen kann er uns auch nicht.

Das Zelt haben wir neben dem Parkplatz aufgeschlagen, in dem naiven Glauben, auch Italiener würden nachts mal schlafen. Doch leider müssen diese morgens um drei beweisen, wie toll ihre 2-Takt-Roller knattern und ihre Ducatis dröhnen und vor allem, wie lange sie dieses Procedere durchziehen können."