Passo d'il Giovo
20.05.2002
Vertrauend auf die Genauigkeit der schweizerischen Landeskarten (die auch den Lago di Como miteinschliessen), freuen wir uns auf die zahlreichen Schottersträsschen des Val Cavargna. Leider sind die Strässchen zwar eng und verwinkelt, jedoch allesamt asphaltiert. In anderer Situation würden wir ob der Schönheit des Tals und der vielen Kurven in entzückte Aahs und Oohs ausbrechen. Wir haben uns jedoch auf Schotter gerfreut und ziehn deshalb enttäuscht weiter.

Nach kurzem Warmfahren in einem Flussbett am Lago di Piano geben wir dem Bundesamt für Landestopografie eine zweite Chance und fahren weiter nach Garzeno bei Dongo. Dort verlassen wir die Strasse (bei der 180° Rechtskurve geradeaus fahren) und stossen ausgangs Dorf auf Schotter. Durch Kastanienwälder gelangen wir zur ersten und einzigen Gabelung. Wir halten uns rechts (Pso S. Jorio / Pso d'il Giovo) worauf sich die Strasse schon bald in einen engen Trampelpfad verwandelt und sehr steil ansteigt (so steil, dass man (ich) die Adenture nicht mehr alleine vom Hauptständer kriegt...). Teilweise werden die Kurven so eng, dass ich die KTM nur mit Fuss am Boden und ausbrechendem Hinterrad rumkriege. Nachdem Michael mal eben unabsichtlich den Motor abgestellt hat, folgt ein viertelstündiges Kicken begleitet von Schwitzen und Fluchen. Im weiteren Verlauf folgt der Weg einem ziemlich steilen Abhang, was uns immer wieder ein ziemlich mulmiges Gefühl beschert, wenn das Vorderrad über einen Stein auf die linke Seite hüpft. Auf der Passhöhe sind wir erstmal ziemlich geschafft - fahrtechnisch war das für uns beide so ziemlich an der Grenze. Die Abfahrt auf der anderen Seite des Kammms führt ebenfalls nach Garzeno und ist fahrtechnisch problemlos: breiter nichtasphaltierter Fahrweg mit einigen Bodenwellen und zu Drifts verführenden Kurven.

Am Lago di Mezzola lassen wir uns auf einem herrlichen Campingplatz direkt am See nieder und geniessen einen Teller bester Pasta.